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VERSTÖRUNGSTHEORIEN – DIE ERWEITERTE NEUAUSGABE

14,99 €

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Beschreibung

Die Memoiren einer Autistin, gefunden in der Badewanne. Die erweiterte Neuausgabe des bewegenden Buches von Marlies Hübner!

Die junge Autistin Elisabeth ahnt nichts von ihrer seelischen Behinderung, als sie die ersten Schritte in ein eigenständiges Leben wagt. Da ihre Mitmenschen sie oft falsch verstehen und sie sich selbst in der Welt der neurotypischen Menschen nur schwer zurechtfindet, ist ihr Weg entsprechend steinig und von Umwegen und Sackgassen geprägt, bis sie die erklärende Diagnose erhält.

Etwa ein Prozent der Bevölkerung ist autistisch – ein nicht unerheblicher Teil dieser Menschen weiß davon jedoch nichts. Autisten kämpfen zeitlebens gegen Widrigkeiten, oft ohne nennenswerten Erfolg.

In ihrem Erstlingswerk beschreibt die Autorin Marlies Hübner autobiografisch geprägt den komplizierten Weg hin zum eigenen Selbst und der Erkenntnis, anders, aber nicht schlechter als die anderen zu sein.

  • Die ungeschönte Sicht auf den schweren Weg zur Autismusdiagnose
  • Zeigt Autismus ohne Vorurteile aus der Sicht einer Betroffenen
  • Fast eine Million Autisten in Deutschland
  • Lebensnah und packend erzählt
  • Erweiterte Neuausgabe


Marlies Hübner

VERSTÖRUNGSTHEORIEN

Die Memoiren einer Autistin, gefunden in der Badewanne

Erweiterte Neuausgabe

288 Seiten | Klappenbroschur

ISBN 978-3-86265-743-8

14,99 EUR (D)


DAS THEMA
Autismus ist eine unsichtbare Behinderung, über die bis heute zahlreiche Vorurteile bestehen und großes Unwissen herrscht. Besonders in den Medien wird der Begriff oftmals als plattes Stilmittel für negatives Verhalten fehlverwendet, jedoch nicht hinterfragt oder gar verstanden.

Autisten nehmen ihre Umwelt anders wahr: Kommunikation ist ein Minenfeld, soziale Interaktionen sind oft unlogisch, und Sinneseindrücke wirken wie ungefiltert auf das Gehirn einprasselnde Geschosse. Besonders bei Mädchen und Frauen wird die korrekte Diagnose erst spät gestellt, weil die Symptome mit Schüchternheit, Verschlossenheit und ähnlichen Charakterzügen verwechselt werden.

DAS BUCH
Elisabeth lebt in ihrer eigenen Welt, sagen die anderen. Elisabeth lebt in einer komplizierten Welt, sagt sie selbst. Als zunächst noch nicht diagnostizierte Autistin wird sie mit einem Alltag konfrontiert, den sie nicht versteht, mit Menschen, deren Art zu kommunizieren verwirrend und missverständlich ist.

Das Memoir beginnt mit dem Verlassen des Elternhauses und Elisabeths ersten Schritten in die Selbstständigkeit. In dem für sie so fremden Universum kommt sie nur schwer zurecht. Doch auch die »normalen« Menschen in ihrem Umfeld sind mit ihrem Verhalten vollkommen überfordert.

Nur langsam findet sich Elisabeth mit ihrem Anderssein ab. Zahlreiche gescheiterte Jobs und Beziehungen sind notwendig, um sie erkennen zu lassen, wer sie wirklich ist. Erst die Autismusdiagnose hilft ihr, einen Platz in dieser Welt zu finden.

LESEPROBE
Ich fühle mich inzwischen immer mehr wie ein Roboter. Die Tablette am Morgen knipst mich an. Die am Abend lässt mich innerhalb von 30 Minuten in einen tiefen, traumlosen und wenig erholsamen Schlaf fallen. Dazwischen liegen nur Stunden der Belanglosigkeit. Fühlte ich vorher oft nur wenig, ist es nun nichts. Ich esse. Ich lese. Sehe mir Filme an.

Sonnenbrille und Kopfhörer vergesse ich nie, wenn ich das Haus verlasse. Sie bilden das klassische Autisten-Survival-Kit. Im Gegensatz zu Nichtautisten haben Autisten keinen oder einen nur unzureichend funktionierenden Reizfilter, was dazu führt, dass unser Gehirn von Sinneseindrücken geflutet und dadurch schon nach kurzer Zeit überlastet wird.

Es kann nichts ausblenden oder herunterregeln, sondern nimmt einfach alles auf, gleich, ob es gerade gebraucht wird oder nicht. Im schlimmsten Fall führt die Reizüberflutung des Gehirns geradewegs in einen Overload. Man kann sich das vorstellen, als würde sich ein Computer aufhängen. Nur dass es eben im eigenen Kopf geschieht.

Verbrachte Zeit mit Henri. Funktionierte. Lebte. Doch irgendwie auch nicht, denn all das schien sich nur noch auf die rein physischen Vorgänge zu beschränken. Ich war nicht mehr daran beteiligt. Nur mein Körper existierte und tat, was eben so von ihm verlangt wurde. Es war, als wäre ich eine Maschine, aller Emotionen beraubt und ohne Willen und Antrieb konstruiert. Fühlte sich denn so dieses »Normalsein« an? Dann müsste mir die Welt furchtbar Leid tun. Würde sie mich noch interessieren. Marlies Hübner