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111 GRÜNDE, BROSE BAMBERG ZU LIEBEN

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Beschreibung

Nicht die Titel sind das Spannende, sondern der Weg dahin. Eine Geschichtensammlung über den vielleicht großartigsten Basketballverein der Welt.

Neun Meisterschaften, fünf Pokalsiege – damit könnte schon alles gesagt sein über Brose Bamberg. Für einen Verein aus einer Stadt mit knapp 80.000 Einwohnern ist das allemal beachtlich. Das Besondere dieses Vereins ist aber seine lange, lebendige Geschichte voller lustiger Anekdoten, tragischer Niederlagen und großer Siege. Spätestens während der Playoffs wird an jeder zweiten Supermarktkasse der Stadt nur noch über die Basketballer geredet.

In 111 Geschichten macht dieses Buch den Geist von »Freak City« verständlich. Der Bürgermeister und der Hausmeister, der Manager und der Fan, der Trainer und der Spieler – im Zusammenspiel und über den Lauf der Zeit bilden sie den vielleicht großartigsten Basketballverein der Welt.

  • Anekdoten, Informationen und Geschichten über den erfolgreichsten deutschen Basketballverein der letzten 15 Jahre
  • Basketballkultur, die über Jahrzehnte gewachsen und deutschlandweit einmalig ist
  • Ein Verein in einer beschaulichen Stadt, der regelmäßig auch ALBA Berlin und den FC Bayern Basketball bezwingt


Linus Müller
111 Gründe, Brose Bamberg zu lieben
Eine Liebeserklärung an den
großartigsten Basketballverein der Welt
248 Seiten | Taschenbuch
ISBN 978-3-86265-721-6
9,99 EUR (D)


DAS THEMA

Neun Meisterschaften und fünf Pokalsiege in der 1. Basketball Bundesliga – für einen Verein aus einer verhältnismäßig kleinen Stadt wie Bamberg ist das eine herausragende Leistung. Diese Titel sind aber lediglich die Krönung der langen und lebendigen Geschichte von Brose Bamberg.

Angefangen mit einem kuriosen ersten Vereinstraining im Jahr 1956 führte der Weg über viele Schlaglöcher und Erfolgsmomente bis zur Etablierung als europäischer Topverein. Vielleicht sogar wichtiger als die Erfolge ist die Bedeutung des Vereins für die ganze Stadt.

Deshalb begab sich der Autor Linus Müller auf Spurensuche und sammelte Geschichten über die großen Legenden, die prägenden Figuren, aber auch über die vielen Menschen, die ihren jeweils eigenen, kleinen Beitrag zum Wohle des Vereins leisteten und leisten. Denn am Ende hängt alles mit allem zusammen, der Manager mit dem Fan, der Trainer mit dem Spieler, der Bürgermeister mit dem Hausmeister.


EINIGE GRÜNDE

Weil die Bamberger Fans beim Aufstieg in die 1. Bundesliga nichts dem Zufall überließen. Weil mit Steffen Hamann ein Local Hero die Bamberger zur ersten Meisterschaft führte. Weil das erste Bamberger Basketballtraining fast an einem Hausmeister scheiterte.

Weil sogar Spieler der gegnerischen Mannschaft die Bamberger Fans in Schutz nahmen. Weil die Stadt während der Playoffs rot leuchtet. Weil Predrag Suput lächelte. Weil Derrick Taylor im Alter von 41 Jahren zurückkehrte und die Freiwürfe zur Meisterschaft verwandelte. Weil Dirk Bauermann einem kranken Kind eine große Freude bereitete.

Weil John Goldsberry trotz Bänderriss und Knorpelschaden spielte. Weil der Gegner schon beim Einlauf die ganze Energie der Frankenhölle spürt. Weil mit Zoran Sretenović ein Weltklasse-Spielmacher die Bamberger zum ersten Pokalerfolg führte. Weil sogar der Pfarrer im Dom nach einer Meisterschaft die gute Laune der Gemeinde erkennt.


​LESEPROBE

Als die Vereinsgründung schon abgeschlossen war, fehlte nur noch eine wichtige Sache. Niemand war im Besitz eines Balles. Also musste der Gründer der Basketballabteilung, Winfried Potrykus, beim Zweiten Bürgermeister der Stadt vorstellig werden. Franz Josef Schleyer besorgte schließlich den heiß ersehnten Spielball.

Dann konnte es losgehen. Dachten die Sportbegeisterten um Winfried Potrykus jedenfalls. Sie hatten ihre Rechnung aber ohne den Hausmeister der Kaulbergschule gemacht. Auf Fahrrädern erreichte die Truppe zur vereinbarten Zeit die Halle. Sie betätigten die Klingel des Hausmeisters und baten um Einlass. Der aber sagte: »Wos wollt ihr, Basketball spieln? Nei mei Hall kummt ihr net!«

Es gibt ja unterschiedliche Typen von Hausmeistern, dieser aber schien einer der konsequenten Art zu sein, denn sein Nein blieb ein Nein. Da half alles Zureden nichts. Doch Winfried Potrykus hatte noch eine letzte Idee. Er schwang sich auf sein Fahrrad und fuhr zur Wohnung des amtierenden Bürgermeisters. Linus Müller