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ÜBEL, BÖSE UND GEMEIN

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Beschreibung

Arbeitslos kann jeder werden. Aber nicht jeder kann auf den Arbeitsmarkt zurückkehren. Vermittlungsfachkräfte und andere werden das zu verhindern wissen.

Übel, böse und gemein wird mit Robert Rasch umgegangen, seit er arbeitslos geworden ist. Nicht nur sein Schwiegervater und die Nachbarschaft, auch die Fachkräfte der Arbeitsagentur und des Jobcenters behandeln Robert wie einen Versager und Sünder, der selbst schuld ist an seiner Arbeitslosigkeit.

Mit unerschütterlichem Optimismus und dem Mut der Verzweiflung setzt Robert alle Hebel in Bewegung, um wieder in ein Beschäftigungsverhältnis einzumünden. Seine Eigenbemühungen werden jedoch immer wieder systematisch unterwandert.

Wer sich vorsorglich schon mal auf seine Arbeitslosigkeit und deren mögliche Folgen vorbereiten möchte, erhält mit diesem satirischen Roman einen realistischen Einblick in die gängige Praxis der Arbeitsagenturen und Jobcenter im Umgang mit ihren Kunden.

  • Die ernüchternden Erlebnisse eines gut ausgebildeten Arbeitslosen – real und dennoch fast unglaublich!
  • Ein Buch für Menschen, die trotz aller Widrigkeiten in Lohn und Brot sein wollen
  • Ein satirischer und sehr aktueller Lagebericht zum Arbeitsmarkt


Christoph Papke
ÜBEL, BÖSE UND GEMEIN
Wollen Sie arbeitslos sein? Ich nicht!

Ein satirischer Roman von einem erfahrenen Jobcoach
232 Seiten | Taschenbuch
ISBN 978-3-86265-658-5
9,99 EUR (D)


DAS THEMA

Arbeitslos zu werden stellt die meisten Menschen vor unerwartete soziale, wirtschaftliche und psychische Probleme. Der Verlust des Arbeitsplatzes hat ungerechtfertigte Schuldzuweisungen, den gesellschaftlichen Abstieg, ein existenzbedrohendes Mindereinkommen und schließlich unüberhörbare Selbstzweifel im Bemühen um die Rückkehr auf den Arbeitsmarkt zur Folge.

Hinzu kommt eine Arbeitsverwaltung, deren vorrangige Aufgabe nicht die schnellstmögliche Vermittlung in ein Beschäftigungsverhältnis zu sein scheint, sondern das systematische Drangsalieren ihrer Kunden. Einmal in die Fänge der Bundesagentur für Arbeit geraten, hagelt es statt gezielten Förderangeboten und passgenauen Vermittlungsvorschlägen staatsobrigkeitstreue Drohungen, Sperrfristen und die Einsteuerung in sinnfreie Maßnahmen zur Aktivierung.

Ist der Anspruch auf Arbeitslosengeld I erloschen und die Agentur für Arbeit mit ihrem Latein am Ende, wird der Arbeitslose an das Jobcenter übergeben, was gleichbedeutend ist mit dem Wechsel vom Regen in die Traufe. Das Unheil als Hartz-IV-Bezieher ist nicht mehr aufzuhalten.



DAS BUCH

Robert Raschs unerwartete Arbeitslosigkeit bestätigt zwar seinem Schwiegervater, einen Versager in die Familie aufgenommen zu haben, stellt aber für den gut ausgebildeten Kaufmann kein größeres Problem dar. Aufgrund seiner erfolgreichen Berufsbiografie und mithilfe der Arbeitsagentur sollte es gelingen, zeitnah wieder in Arbeit zu kommen. Eine irrige Annahme.

Unfähige, überforderte und selbstherrliche Vermittlungsfachkräfte zuerst der Bundesagentur für Arbeit, danach des Jobcenters verhindern ebenso eine Rückkehr Roberts in den Arbeitsmarkt wie übereifrige Kollegen, egozentrische Schlagerbarden, parteitreue Politiker und karrieregeile Professoren. Aber Robert gibt nicht auf.

Mit Mut, Entschlossenheit und dem Willen, selbst die abstrusesten Jobs anzunehmen, greift er nach allem, was nach Arbeit aussieht, sich wie Arbeit anfühlt und ihn wieder in Beschäftigung bringen könnte. Unterstützt wird er in dieser schwierigen Lebensphase nicht nur von seiner Frau, sondern auch von seinen Freunden aus der Stammkneipe Bärchens Ballhaus, die in Vasallentreue zu ihm stehen.



LESEPROBE

Meine unfreiwillige Erwerbslosigkeit hatte sich auch in der Nachbarschaft herumgesprochen. Die Leute tuschelten über mich, stießen sich unauffällig an, wenn sie mich auf der Straße sahen, und grüßten beschämt, wenn sie mir nicht vorher ausweichen konnten. Manche freundliche Menschen aus der Nachbarschaft tuschelten extra so laut, dass ich ihre Mutmaßungen über den Grund meiner Arbeitslosigkeit mitkriegen musste, wahrscheinlich mitkriegen sollte.

Sie variierten von »Soll geklaut haben wie ein Rabe« bis »Angeblich sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz – ob Opfer oder Täter ist nie herausgekommen«. Wenn ich Glück hatte, wurde ich aber auch von Bewohnern unserer Vorortsiedlung angesprochen, denen mein Schicksal aufrichtig am Herzen lag. Sie warteten, bis ich mein Haus verlassen hatte, und vertrauten mir aus sicherer Quelle den akuten Arbeitskräftebedarf verschiedener Firmen an.

Da war zum Beispiel die ältere Dame, die schräg gegenüber von uns wohnte. »In der Firma meines Schwiegersohnes suchen sie noch«, sagte sie. »Wo arbeitet denn Ihr Schwiegersohn?«, fragte ich nach. »Tja, das müssen Sie schon selbst herausfinden – ich wollte nur helfen.« Christoph Papke


DIE PRESSE

»Christoph Papke kennt sich aus. 20 Jahre lang war er für die Bundesagentur für Arbeit tätig, hat als Jobcoach, sozialpädagogischer Betreuer, Lehrkraft und Ausbilder gearbeitet. Der Buchautor (›Übel, böse und gemein‹) weiß, wie schlimm sich Arbeitslosigkeit für Betroffene anfühlen kann und welche Fehler man unbedingt vermeiden sollte.« bunte.de

»Wer sich vorsorglich schon mal auf seine Arbeitslosigkeit und deren mögliche Folgen vorbereiten möchte, erhält mit dem Roman ›Übel, böse und gemein‹ von Christoph Papke einen satirischen Einblick in die Praxis der Arbeitsagenturen und Jobcenter im Umgang mit ihren Kunden.« Viel Spaß

»Ein Buch mit mehr lauten als leisen Tönen, ein rasanter Roman mit Berlin-›Flair‹! Ob die Sportkneipe, die verschiedenen Milieus der Hauptstadt, kiffende Studenten und oder alltagsgeschundene sture Behördenvertreter – nichts wird ausgelassen. Die ›Lebensaufgabe‹, seine Ehefrau begleitet die nach Jahrzehnten arbeitslos gewordene Hauptfigur auf ihrer wahnwitzigen Odyssee: Optimismus, Anträge, Regeln, Schulungen, weitere Anträge, Bewerbungsmüll, Drückerjobs, Fortbildung, Depressionen, abstruse Geschäftsideen, Glücksspiel, Striptease, nichts scheint dem Autor fremd zu sein. Eindringlich geht sein Blick dorthin, ›wo es wehtut‹. Und lässt erahnen, welche Hürden es auf dem Weg zurück in den Arbeitsmarkt gibt, vor allem für einen Mann jenseits der 50 – mit multiplen ›Vermittlungshemmnissen‹ versehen. Absurd bis komisch macht er doch nachdenklich und gibt einen weiteren Anlass, das System in dieser Hinsicht zu hinterfragen.« babylogbuch.de

»Christoph Papke selbst erfahrener Jobcoach beschreibt in seinem satirischen Roman Übel, böse und gemein wie es einem als frisch gebackener Arbeitsloser ergeht. Sein Protagonist Robert Rasch wird vom Schwiegervater gemobbt, von den Nachbarn betuschelt und vom Amtsschimmel schikaniert. Die dargestellten beruflichen Erst- und Wiedereingliederungen mit all ihren gesetzlichen Regelungen, internen Geschäftsanweisungen, Maßnahmen und ermessenslenkenden Weisungen und selbstherrlichen Vermittlungsfachkräften sind Realität. Übel, böse und gemein zeigt schonungslos wie es hier zugeht. Wenn es nicht so traurig wäre, müsste man bei diesen satirischen Einblicken in das Leben eines Arbeitslosen lauthals lachen. Doch wer selbst betroffen war oder ist, sagt sich genauso ist es (gewesen).« The Black Gift