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SCHORSCH – DER CHEF IM BUS BIN ICH

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Beschreibung

»Der Chef im Bus bin ich!«, sagt der erfahrene Busfahrer Georg, dem so ziemlich jeder Passagier gewaltig auf den Zeiger geht

Wir sind im Jahr 2001. Es gibt noch die D-Mark, und der Bundeskanzler heißt Gerhard Schröder. Der Chef, um den es in diesem Roman geht, heißt aber Georg, und sein Herrschaftsgebiet ist zum Glück nicht ganz Deutschland, sondern nur der Bus, den er fährt, aber umso energischer weiß er, es zu verteidigen!

Schorsch ist ein Antiheld. Seine Sprache ist einfach und seine Welt simpel strukturiert. Er nutzt Worte wie »geil«, bezeichnet die Beine von weiblichen Reisegästen als »knackig« und sagt anderen ganz offen, dass sie »gut im Futter stehen«.

Dabei ist er eigentlich nur vordergründig sexistisch und plump; schließlich ist dies sein Roman! Seine derbe Ausdrucksweise und sein schräger Humor bringen ihn immer wieder in die Bredouille, denn der Feind – personifiziert durch den ambitionierten Reiseleiter Torben – verfolgt ihn auf Schritt und Tritt.

  • Unser Urlaub ist sein Beruf: ein Busfahrer erzählt!
  • Der Anteil der Busreisen, ob kurz oder lang, ist seit Jahren steigend!
  • Skurril und komisch: ein aberwitziger Reise-Roman


​Jean-Paul Prüm
SCHORSCH – DER CHEF IM BUS BIN ICH
Ein Reise-Roman

288 Seiten | Taschenbuch
ISBN 978-3-86265-547-2
9,99 EUR (D)


DAS THEMA

Busfahrer Georg liebt einfache Erklärungsmodelle für das meist komplexe Gefüge einer Reisegruppe. So geschehen auf einer Rundreise durch Italien mit lauter Jugendlichen und ihren engagierten Betreuern.

Es geht um Streiche, die zum Teil gefährlich enden könnten, bunte Spielabende, an denen Georg betrunken mit den Teilnehmern und Betreuern aneinandergerät, aber auch um Momente der Solidarität und Verbundenheit. Gruppendynamische Prozesse sind hierbei meist die Basis für die Handlungen der einzelnen Akteure, denen Georg aber häufig andere Motive unterstellt.

So setzt sich Schorsch das Ziel, den vermeintlichen Haupttäter zu enttarnen und vor der gesamten Gruppe vorzuführen. Leider unterlaufen ihm bei der Deutung der Indizien einige Fehler. Sein Blick ist zudem von Vorurteilen getrübt, und in seiner Selbstwahrnehmung schwankt er zwischen Bruce Willis und Inspektor Columbo.


DAS BUCH

Eine Busreise nach Italien mit lauter Jugendlichen. Das kann ja nur schiefgehen! Auf dieser Reise muss sich Busfahrer Georg nicht nur mit einzelnen Teilnehmern, wie dem von ihm »Fleischmütz« genannten Jungspund, sondern auch mit dem sympathischen Betreuerteam auseinandersetzen; vor allem mit Torben, dem übereifrigen Reiseleiter.

Hier vermutet Georg bereits zu Anfang, dass Torbens Hauptziel darin besteht, ihn auf Schritt und Tritt zu überwachen und bei Fehltritten bei seinem Chef Leo Sturz, von Busreisen Sturz, sofort anzuschwärzen. Mit dieser Vermutung liegt er auch nicht gänzlich falsch, zumal »der Torben« dabei auf die Unterstützung seiner spießigen Kollegin Caro zählen kann.

Neben diesen beiden sind noch zwei weitere Betreuer an Bord, mit denen Georg während der turbulenten Reise versucht, eine Opposition zum Spießertum zu bilden. Es kommt auf der Rundreise zu Interessenkoalitionen und Machtkämpfen. Georgs auflockernder Humor wird dabei nicht unbedingt von den Mitreisenden geteilt.


LESEPROBE

Nur noch schnell den Tunnelblick auflegen und an der Klofrau vorbeieilen. Ich sehe es echt nicht ein, bei meiner Arbeit – und da bin ich nun gerade – auch noch für das stille Örtchen zu blechen. So weit kommt es noch.

Ich habe mich schon oft gefragt, wann die Klomafia auf die Idee kommt, so etwas wie eine Schranke vor die Toiletten zu setzen, um den Reisenden und Berufsfahrern keine Chance mehr zu lassen, sich einfach vorbeizuschleichen. Da könnten sie ordentlich Kohle machen. Das Klo ist der letzte verbleibende Platz eines Rasthofs, an dem man nicht skrupellos abgezockt wird, oder zumindest die Chance dazu bekommt, wenn man eisenharte Nerven hat, sich am Putzmann vorbeizudrücken.

Wundert mich echt. Die Schranke wäre bestimmt nach einer Woche mit der Notdurft harmloser Menschen schon abbezahlt. Nachdem ich meinen Kaffee für drei Mark gekauft habe, versuche ich, ein stilles Plätzchen zu finden, an dem mir keiner aus der Reisegruppe auf die Nerven gehen kann. Jean-Paul Prüm


DIE PRESSE

»In dem aberwitzigen Reise-Roman kommt es zu Interessenkoalitionen und Machtkämpfen.« pruem-aktuell.de

»Interessenkoalitionen und Machtkämpfe: Die gibt es im Bus von Georg, auch Schorsch genannt. Der schlechtgelaunte Fahrer ist dazu verdonnert, mit einer Gruppe von Jugendlichen und deren Betreuern nach Italien zu brettern. Kann ja nur schiefgehen? Genau. Schorsch, ein typischer Antiheld, selten um derbe Ausdrücke verlegen, hält sich allerdings selbst für Bruce Willis und Inspector Columbo in einem und muss sich auf der Fahrt vor allem mit dem übereifrigen Reiseleiter Torben auseinandersetzen. Dabei bringt ihn sein schräger Humor immer wieder in Bredouille.« volksfreund.de

»Ein etwas schräger Reiseroman oder doch einfach ein gelungenes Werk rund um das Facettenreichtum des Sprachwitzes und der Selbstironie? Diese Unterscheidung vermag der Leser als Zeuge der Erinnerungen des Ich-Erzählers individuell zu treffen. Eine gehörige Portion Humor und optimistische Lebenseinstellung sind aber zweifellos zwischen den Zeilen für jeden spürbar und machen das Buch zu einem die Baumuskeln strapazierenden Lesevergnügen. Mit seinem einmaligen Schreibstil trifft Jean-Paul Prüm exakt den schmalen Grat zwischen gekonnter Ironie und übertriebener Komik und erfreut den Leser damit vom ersten Satz an. Der jugendliche Kontext trägt weiterhin zum frischen, lebendigen Gesamteindruck der Lektüre bei und macht es zum optimalen Begleiter für eigene Reisen.« welikebooks.de

»Die Geschichte spielt im Jahr 2001. Alle Leute, die in der Zeit jung waren, werden sich da wunderbar wiedererkennen. Das macht einfach Spaß, weil Songzitate von Haddaway bis Nickleback kommen. Absolut empfehlenswert. Holt euch dieses Teil!« Kesselpunks