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DAS ANNA-PHÄNOMEN

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Beschreibung

Anna schläft mit Max. Und mit Jan, Olli, Emil. Und manchmal knutscht sie auch mit Lisa. Aber dann stellt sie fest: Freunde hat sie eigentlich keine. Also beschließt sie, dass sich etwas ändern muss.

Anna ist nicht nur Antiheldin, sondern gleichzeitig auch Phänomen einer ganzen Generation: Ihre Beziehungen sind unverbindlich, sie selbst ist orientierungslos und spaßfixiert.

Zwischen Egomanie, idealistischer Selbstverwirklichung und einer steten unerfüllten Sinnsuche bemerkt sie, dass das, was sie bisher hatte, nicht mehr das ist, was sie will. Doch ein Gegenentwurf fällt schwer in einer Gesellschaft, die so viele Möglichkeiten bereitstellt, dass (irgend)eine Entscheidung zu treffen zur eigentlichen Last wird. One-Night-Stands und Affären kreuzen dabei ihren Weg genauso wie verlassene Lieben und einsame Seelen.

DAS ANNA-PHÄNOMEN beschreibt den Versuch, mit dem modernen Zeitgeist von Reizüberflutung und emotionaler Inkompetenz, Werteverschiebungen und dem Ausloten neuer Grenzen fertig zu werden. Und Glück zu finden.

  • Thema Generation Y: von Egotaktik und Selbstfindung
  • Kosmopolitisch: vom »Berliner Abgelecke« bis zum wienerischen Schmusen
  • Spritzig, witzig, schnell und welthaltig


Petra Wodtke
DAS ANNA-PHÄNOMEN
Roman
232 Seiten | Taschenbuch
ISBN 978-3-86265-526-7
9,99 EUR (D)


DAS THEMA

Jung und selbstbewusst, aber ziellos – herangewachsen zwischen der Entwicklung des World Wide Web und der Markteinführung des ersten iPhones sowie Finanzkrisen und steigender Jugendarbeitslosigkeit, hat sich die Generation Y nicht nur Selbstverwirklichung als oberstes Ziel gesetzt, sondern auch das Lebensgefühl der Unsicherheit verinnerlicht.

»Why?« wurde zur Grundsatzfrage. Ihre nicht konservativen Modelle von Beruf, Freizeit und Familie revolutionieren die Gesellschaft im Stillen. Kompromisse sind keine Lösung mehr – Optionen gibt es zuhauf. Als »Digital Natives« legen ihre Mitglieder großen Wert auf eine umfangreiche Bildung und das Ausloten individueller Leidenschaften.

Doch im Wirbel der Multioptionsgesellschaft Halt suchend, finden sie mehr Fragen als Antworten und befinden sich auf einer immerwährenden Reise: frei und unabhängig, aber ohne feste Lebensplanung – und irgendwie einsam. So wie Anna …


DAS BUCH

Anna wohnt in Berlin-Wedding. Sie ist in einer Beziehung mit Max, der auch ihr Nachbar und ihr Arbeitskollege ist. Außerdem hat sie eine Affäre mit Olli, Jan und Emil, der in Australien wohnt, und ein bisschen auch mit Lisa. Noch nicht ganz angekommen in der eigenen Mitte, will sie nichts verpassen.

Doch gleichzeitig merkt sie zunehmend, dass sie in diesen Beziehungen und auch in dieser Stadt nicht mehr glücklich ist. Dass sie einen neuen Nachbarn mit einer wahnsinnigen Katze bekommt, Olli seine Freundin Vera heiraten will, sich zwischen Max und Lisa eine Beziehung entwickelt und Anna merkt, wie sie sich in Emil verliebt, während Jan sich zunehmend als Arschloch entpuppt, macht eine Neuorientierung nicht gerade leichter. Ausschweifende Partynächte und anonyme Clubbekanntschaften helfen Anna auch nur noch bedingt, sich in ihrem Leben zurechtzufinden. So begibt sie sich auf die Suche nach einem neuen Ich.

DAS ANNA-PHÄNOMEN handelt ganz grundlegend vom Erwachsenwerden – sich von sich selbst zu emanzipieren nämlich – und stellt die gegenwartsnahe Frage nach der Möglichkeit einer persönlichen Orientierung im überindividualisierten Leben der Großstadt.


LESEPROBE

»Wir können nicht vögeln«, sage ich und schaue ihn nun doch an. »Wieso nicht?«, ruft Max. Er klingt richtig empört. »Ich blute«, antworte ich. Max verzieht das Gesicht. Ich sehe ihm an, dass er nun gerne sagen würde, wie eklig er das findet, wenn Frauen so was laut aussprechen. Viel lieber wäre es ihm, wenn wir stumm bluten würden.

Allerdings fällt ihm gleichzeitig beim Darüber-Nachdenken ein, dass er mir das schon mehrfach gesagt hat, da wir ja mal ein Paar waren und es daher öfter vorkam, dass ich meine Tage hatte, wenn er ficken wollte (und ganz zu Beginn hat es ihn auch kein bisschen gestört). Dann hat es immer endlose Diskussionen gegeben, in denen ich vorbrachte, dass ich fände, im 21. Jahrhundert als Frau das Recht zu haben, laut zu sagen, dass ich meine Tage habe, wann, wo und wie es mir passt.

Und dass es ja wohl nicht mein Problem sei, sondern seiner mangelnden gesellschaftlichen Emanzipation geschuldet, dass er das eklig findet. An all das erinnert sich Max in diesem Moment, und so schweigt er lieber und nimmt die Aussage hin. Dabei stimmt es gar nicht, ich hab gar nicht meine Tage. Petra Wodtke


DIE PRESSE

»›Das Anna-Phänomen‹ steht für eine ganze Generation. Die Autorin Petra Wodtke hat das Buch ›Das Anna-Phänomen‹ geschrieben. Anna, die Hauptfigur steht für die ›Generation Y‹. Das ist die Generation, die ihre Jugendjahre in den Neunzigern und Nullerjahren verbracht hat und sich ständig hinterfragt. Über die ›Generation Y‹ wird gesagt, dass sie immer nur auf der Suche nach dem Bestmöglichen ist und sich nicht festlegen will, weder privat noch beruflich. Anna, das ist eine Frau die ist Ende 20, die hat keinen festen Job, keinen festen Freund und keine feste Freundin so richtig, sehnt sich aber nach alledem. ›Das Anna-Phänomen‹ steht für eine ganze Generation.« SR 1 Abendrot

»Petra Wodtke lebt in Berlin und hat ein Buch geschrieben – über Anna. Die hat Affären und Friends with Benefits. Wenn Anna nicht gerade arbeitet, scheint sie ständig auf der Jagt nach der nächsten schnellen Nummer zu sein. Irgendwann fällt Anna auf, dass sie keinen einzigen Freund oder eine beste Freundin hat. Ihr Leben ist ein Spiegelbild, das uns all unsere Neurosen und Macken vorhält, die uns davon abhalten echte Bindungen einzugehen. Um das zu erkennen, musste Petra Wodtke einfach nur aufmerksam durch ihre Wahlheimatstadt gehen. ›Das Anna-Phänomen‹ von Petra Wodtke ist ein sehr unterhaltsamer Roman geworden, mit viel Sex, aber auch humorvoll gezeichneten Figuren, dem prickelnden Lebensgefühl in der Großstadt und einigen ernsthaften Fragen im Hintergrund. Etwa, ob es im Leben nicht doch um ein bisschen mehr geht, auch für Anna.« MDR SPUTNIK

»Die Geschichte einer jungen Frau, die interne Unsicherheiten durch Sex zu kompensieren versucht. Emanzipation weicht dem ultimativen Hedonismus. Rosamunde Pilcher für Hipster könnte man fast sagen, wenn man sich der Ironie der Generation Y einen Augenblick annehmen würde. Ob sexuell oder beruflich, die solipsistischen Y-ler sind stets auf der Sinnsuche, kommen nie an, und wiegen sich dabei oftmals im Gefühl von Freiheit und Glück, gefangen im ewigen ›Vielleicht‹. So auch Anna, Protagonistin in Petra Wodtkes Debütroman ›Das Anna-Phänomen‹.« Berliner Zeitung

»Anna ist getrieben: Sie schläft mit Max, Jan, Olli, mit Frauen, Männern – nur wirkliche Freude hat sie nicht. In zahlreichen Episoden erleben wir die Zerrissenheit der Hauptfigur, wie sie durchs Berliner Nachtleben schwirrt, auf der Suche nach Selbstbestätigung. Stück für Stück entwickeln sich die Figuren um sie herum weiter, gehen ernsthafte Beziehungen ein, heiraten, bekommen Kinder. Am Ende bleibt sie zurück und ihr Konstrukt aus Bestätigungssex bricht in sich zusammen.« Feigenblatt