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111 GRÜNDE, SCHACH ZU LIEBEN

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Beschreibung

Der Autor, Essayist und leidenschaftliche Schachspieler Christoph Brumme berichtet Erstaunliches, Amüsantes und nachdenklich Stimmendes über das Brett, das die Welt bedeutet

Christoph Brumme liebt nach eigener Aussage drei Sportarten – Fußball, Radfahren und Schach. Nach dem Radfahren widmet er nun dem Schachspielen eine überaus erhellende, philosophische und persönliche Hommage:

In 111 GRÜNDE, SCHACH ZU LIEBEN entführt er, selbst aktiver Schachspieler, den Leser in alle Bereiche des Spitzen- und Breitensports. Er erklärt die Seele der Schachfiguren, würdigt die großen Spieler, die spielentscheidenden Momente, die Skandale und internationalen Verwicklungen, übersetzt den Schach-jargon, gibt Einblicke in das Innenleben eines Schachvereins und erzählt Anekdoten aus der Schachgeschichte. Es geht um Spielzüge, Taktik, die Ewigkeit, Stille, Konzentration, Rausch, Hingabe und Entdeckerfreude.

So gelingt es Brumme, die Faszination dieses Königsspiels auf ebenso informative wie poetische Weise einzufangen. Ganz großes Tennis – äh, Schach!

  • Eine wunderbare Hommage an das königliche Strategiespiel
  • Das ideale Geschenk für alle Taktiker, Geduldigen und Strategen
  • Mit vielen Hintergrundinformationen zu den legendärsten Partien und berühmten Spielern


Christoph Brumme
111 GRÜNDE, SCHACH ZU LIEBEN
Eine Hommage an das königlichste aller Spiele
312 Seiten | Taschenbuch
ISBN 978-3-86265-433-8
9,95 EUR (D)


DAS THEMA
Schach ist ein Spiel, das an die Grenzen des Vorstellbaren führt, es schult den Geist und die Persönlichkeit, fördert Konzentrations- und Lernfähigkeit stärker als selbst Mathematik und beruhigt nervöse Kinder besser als Ritalin. Ein wahres Allheilmittel also gegen die Gebrechen unserer Zeit.

Vor allem aber ist Schach auch eine überaus raffinierte Sportart mit gehörigem Nervenkitzel-Potenzial: Während eines mehrstündigen Wettkampfs, in dem es um nichts anderes als Ruhm, Ehre, Brot und Wein geht, zittern die Hände, flimmern die Augen, sausen die Ohren, fließt der Schweiß ebenso sehr wie bei den einschlägigen Adrenalin-Sportarten.

Und Schach ist massentauglich: Millionen Menschen spielen weltweit Schach, in Deutschland mindestens 93.000 aktiv, denn so viele Mitglieder hat der Deutsche Schachbund. Höchste Zeit also, diesen Sport, der wie kein anderer
das Zusammenwirken von Spiel- und Kopfintelligenz (Klaus Theweleit) fordert, besonders zu würdigen.


EINIGE GRÜNDE
Weil Schach ein göttliches Spiel ist, das auch dem Teufel gefällt. Weil Schacheröffnungen so klangvolle Namen haben. Weil der Rausch im Mittelspiel betörend ist. Weil es eine Lust ist, etwas kaputt zu machen. Weil man im Schach lernt, Geräusche auszuhalten. Weil das erstickte Matt ein ästhetisches Vergnügen ist. Weil Marcel Duchamp lieber Schach spielte, als den Kunstmarkt zu bedienen. Weil Kaiser Franz vom Klötzleschieben keine Ahnung hat. Weil Schach ohne Humor undenkbar ist. Weil Magnus Carlsen zaubern kann. Weil man im Schach seine Menschenkenntnis schult. Weil im Schach Kinder und Erwachsene ebenbürtig gegeneinander kämpfen können. Weil auch Weltmeister alberne Fehler machen. Weil Schach und Boxen gut zusammenpassen. Weil Schach den Ausgestoßenen beim Überleben hilft. Weil der Läufer ganz eigene Fragen stellt. Weil der Springer die witzigste Figur ist. Weil der König kein König Lear ist. Weil im Schach kein Problem schwierig genug sein kann. Weil es noch tausend andere Gründe gibt, das Schachspielen zu lieben.


LESEPROBE
»Die kleinsten Figuren sind die Bauern. Wie im richtigen Leben sind sie am wenigsten wert. Sie haben die geringsten Fähigkeiten und werden am schnellsten geopfert. Deshalb hat jeder Spieler acht von ihnen, sozusagen ein kleines Volk.

Normalerweise können sie nur ein Feld nach vorne gesetzt werden, aus der Grundstellung heraus jedoch zwei. Die Bauern können andere Figuren schlagen, falls diese auf den beiden schrägen Feldern vor ihnen stehen.

Manchmal wird einer der Bauern zum Helden, er bekommt seine fünf Minuten Ruhm. Er kann ein Spiel entscheiden und sogar den König matt setzen. Wenn ein Bauer seinen Lebenstraum erreicht hat – eine Dame zu werden –, muss er allerdings sterben. Die Bauern sind also tragische Figuren, man sollte sie nicht überheblich behandeln, das haben sie gar nicht gern. Jeder einzelne von ihnen erträgt sein Schicksal, auch wenn er das ganze Spiel lang auf seinem Feld stehen bleiben muss und scheinbar nur als Zuschauer am Geschehen teilnimmt.« Christoph Brumme